Zurück zur Startseite

17. Januar 2011

Liebknecht - Luxemburg - Ehrung

Jährlich treffen wir uns mit Genossinnen und Genossen der KSČM (CZ) zum Gedenken an die ermordeten Arbeiterführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Neben der Teilnahme an der Demonstration in Berlin besichtigten wir in diesem Jahr die Karl-Liebknecht-Gedenkstätte in Luckau und legten dort Kränze nieder.

 

Ines Nowack

Liebknecht in Luckau

Karl Liebknecht wurde, nachdem er am 1. Mai 1916 auf der bisher größten Antikriegsdemonstration in Berlin als Redner aufgetreten war, verhaftet und wegen Hochverrat verurteilt. Seit dem 8. Dezember 1916 war er im Zuchthaus Luckau, das bevorzugt für politische Häftlinge aus Berlin und Brandenburg genutzt wurde, inhaftiert. Er hatte vor allem Schuhmacher- und Tütenklebearbeiten zu leisten. Untergebracht war er in einer Einzelzelle im Erdgeschoss des alten Gefängnisses, der heutigen Kulturkirche. In der wenigen freien Zeit arbeitete er an seinem    unvollendet gebliebenem Hauptwerk »Bewegungsgesetze der gesellschaftlichen Entwicklung«. Auf Druck von Protesten musste er nach einer Amnestie am 23. Oktober 1918 entlassen werden. Auf dem Weg zum Luckauer Bahnhof machte er noch einen kleinen Umweg, um sich die Nikolaikirche anzusehen, die ihm mit ihrem Schlag immer die Zeit angegeben hatte.

Quelle:

Begleitbuch zur Ausstellung „Luckau - Tor zur Niederlausitz. Mensch, Kultur, Natur.",  Luckau 2008, S. 77 (Autor: Dr. Iris Berndt)

Liebknecht im Gefängnisregister
Haftzelle aus den 20-iger Jahren
Liebknecht-Denkmal

Liebknecht-Denkmal

Das Liebknecht-Denkmal wurde von Theo Balden (* 6. Februar 1904; † 30. September 1995; eigentlich Otto Koehler) 1969 geschaffen.


9. Dezember 2010

Von Brandenburg nach Paris - 3. Kongress der Europäischen Linken

Sechs Mitglieder des „LAG EL-Netzwerkes“ machten sich für drei Tage von Brandenburg nach Paris auf. Sie besuchten den 3. Kongress der Europäischen Linken (EL), der diesmal vom 3. bis 5. Dezember 2010 in der französischen Hauptstadt stattfand. „Die Reise war ein großer Erfolg. Wir sind mit neuen Kontakten und vielen Ideen wieder nach Brandenburg heimgekehrt“, erklärte Hans-Peter Schömmel, der Koordinator des „Ständigen Forums“.

Viel Lob gab es für die Ausstellung, die die Gruppe in Paris präsentierten. Sie zeigt anschaulich die grenzenlose Zusammenarbeit der Brandenburger mit den Partnern aus Polen, Tschechien und der Slowakei. „Europapolitik ganz praktisch und vor allem erfolgreich“, sagte Klaus Ernst, der Parteivorsitzende der LINKEN, der es sich nicht nehmen ließ, den Stand der Brandenburger zu besuchen.

Klaus Ernst - Ines Nowack - Jaromír Kohlíček - Martina Michels - Hans-Peter Schömmel (v.l.)