Zum Hauptinhalt springen

Archiv 2026

Fiesta für Kuba

Offene Worte - pm/bc
Ines Schwerdtner mit der kubansichen Botschafterin Juana Martínez

Das traditionelle Fest in Berlin zog am 18. Juli tausende Menschen an. Organisiert wurde es von Cuba sí, einer Arbeitsgemeinschaft der LINKEN.
Rund 3000 Menschen feierten unter dem Motto: „Mit Kuba kämpfen, von Kuba lernen, mit Kuba feiern“ am 18. Juli die diesjährige „Fiesta de solidaridad“ in Berlin-Lichtenberg. Auf dem Programm standen Debatten, Workshops und Musik. Die Open-Air-Veranstaltung wurde von „Cuba sí“ organisiert, eine Arbeitsgemeinschaft innerhalb der Partei Die Linke. Open-Air-Veranstaltung „Fiesta de Solidaridad“ hat am Samstag erneut Tausende Menschen angezogen.

Mit dabei war die Vorsitzende der LINKEN, Ines Schwerdtner, in einer Gesprächsrunde mit der Botschafterin der Republik Kuba in der Bundesrepublik Deutschland, Juana Martínez. Schwerdtner gratulierte „Cuba sí“ zum 35-jährigen Bestehen. Die Arbeitsgemeinschaft hat derzeit mehr als 800 Mitglieder und fühlt sich der politischen und materiellen Solidaritätsarbeit mit dem Karibikstaat verbunden.

Martínez übergab ein Dankschreiben des Präsidenten des Kubanischen Institutes für Völkerfreundschaft an die Arbeitsgemeinschaft der LINKEN. Derzeit führt „Cuba sí“ die Kampagne „Energie für die Revolution“ zur Unterstützung des Landes beim Umbau der Energiematrix in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Kultur durch.

Auf der Fiesta präsentierten sich traditionell zahlreiche weitere Solidaritätsorganisationen, Jugendorganisationen wie solid und SDS, Nachbarschaftsinitiativen sowie internationalistische Vereine und Initiativen. Kunst und Kultur begeisterten die zahlreichen Gäste. Die Veranstaltung wurde nur möglich durch die vielen ehrenamtlichen Helfer:innen aus dem gesamten Bundesgebiet. Ohne ihr Engagement wäre das Kuba-Solidaritätsfest in diesen Zeiten nicht möglich.

Denn die Wirtschaftsblockade durch die USA wird immer weiter verschärft. So übt die US-Regierung seit Anfang Juli mit einem neuen Sanktionspaket weiter Druck aus, vor allem gegen den Tourismus, schreibt die Wochenzeitung „Die Zeit“. Im Juni verabschiedete außerdem das Europäische Par-lament eine Resolution, die erstmals seit mehr als 20 Jahren neue EU-Sanktionen gegen die Karibikinsel fordert. „Während Völkerrechtler und Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen die verschärfte US-Blockade seit Wochen als strukturelle Menschenrechtsverletzung kritisieren, nähert sich die EU nun jener Politik an, die sie lange Zeit selbst abgelehnt hat. Popularität dürfte sie damit weder in Havanna noch im Globalen Süden gewinnen.“ kommentiert die Homepage amerika21.de, wo es Nachrichten und Analysen aus Lateinamerika gibt. 

(Quelle: Offene Worte 26.07.26)
Viz také /Siehe auch 

Gedenken in Lidice

Erinnerung als Auftrag für Frieden, Solidarität und Antifaschismus

Mitglieder der LAG Netzwerk Europäische Linke (EL) nahmen gemeinsam mit tschechischen Genoss:innen des „Ständigen Forums der Europäischen Linken - der Regionen“ (SFEL-R) an der Gedenkveranstaltung im tschechischen Ort Lidice teil. Gemeinsam mit Vertreter:innen aus verschiedenen europäischen Ländern wurde der Opfer eines der schwersten Verbrechen des Faschismus in der tschechischen Geschichte gedacht.

Erinnerung an ein zerstörtes Dorf

Lidice steht bis heute als Symbol für die Brutalität und Unmenschlichkeit des Faschismus. Am 10. Juni 1942 wurde das Dorf von deutschen Besatzungstruppen ausgelöscht. Die männlichen Bewohner wurden ermordet, Frauen und Kinder deportiert, zahlreiche Kinder in Konzentrationslagern getötet. Die Gebäude des Dorfes wurden zerstört und Lidice sollte von der Landkarte verschwinden.

Am Ort des ehemaligen Dorfes erinnert heute eine Gedenkstätte an die Opfer und an die Folgen von Krieg, Hass und menschenverachtende Ideologie. Die Teilnehmer:innen der Gedenkveranstaltung legten Kränze und Blumen nieder und gedachten in einer Schweigeminute der Ermordeten.

Europäische Linke setzt Zeichen gegen Krieg und Faschismus

Für die Mitglieder des SFEL-R war die Teilnahme am Gedenken mehr als ein historischer Rückblick. Angesichts zunehmender nationalistischer und rechtsextremer Tendenzen in vielen Ländern Europas wurde die Bedeutung einer aktiven Erinnerungskultur hervorgehoben.

Die Vertreter:innen betonten, dass das Vermächtnis von Lidice dazu verpflichtet, sich für Frieden, Demokratie, soziale Gerechtigkeit und internationale Solidarität einzusetzen. Das Erinnern an die Opfer des Faschismus ist ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen Geschichtsrevisionismus, Rassismus und jede Form von Menschenfeindlichkeit. Gerade in Zeiten globaler Krisen und gesellschaftlicher Spannungen bleibt die Mahnung von Lidice bestehen:

Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!

Im Anschluss an das Gedenken hatten wir Gelegenheit, den neugewählten Vorsitzenden der KSČM, Roman Roun, kennenzulernen und ihn zu seiner Wahl zu beglückwünschen.  Mit unseren Freunden konnten wir uns noch kurz austauschen. Gemeinsam wollen wir auch weiterhin mit unserer Arbeit ein deutliches Zeichen für Frieden und Völkerverständigung setzen. Das Gedenken macht deutlich, dass die Erinnerung an die Verbrechen des Faschismus nichts an ihrer Aktualität verloren haben.

Monika Schömmel
Koordinatorin SFEL-R                                                Fotogalerii / Fotogalerie
Sprecherin LAG Netzwerk EL

 

Gedenken auf dem Berg Žalý

Phieby

Am 05. Juni 2026 fuhr eine Delegation unserer LAG Netzwerk Europäische Linke (EL) von Brandenburg auf Einladung des Kreisverbandes Semily der KSČM, Mitglied im Ständigen Forum der Europäischen Linken - der Regionen, nach Benecko in Tschechien. Nach einer langen Reise checkten wir am Abend in eine traditionelle Pension ein, in der wir am folgenden Tag unsere tschechischen Genossinnen begrüßen durften. 

Bereits um neun Uhr starteten wir einen spannenden Austausch mit zwölf Mitgliedern der KSČM. Auf deutscher Seite waren wir zu sechst vertreten und gespannt auf die Informationen aus unserer angrenzenden Schwesterpartei. Um die Sprachbarrieren zu überwinden, übersetzte eine Sympathisantin aus der Tschechischen Republik für uns. 

Die Impulse von den dortigen Mitgliedern waren sehr interessant zu verfolgen. Über die Lage in Tschechien erzählten sie von ähnlichen Problemen, wie wir sie hier in Deutschland nur allzu gut kennen. Ob es die maroden Straßen sind, das sinkende Vertrauen in die Institutionen oder eine schlechte Gesundheitsversorgung. Für mich persönlich war insbesondere der Bericht einer Genossin, die bereits lange Zeit im Bildungsressort aktiv ist, zu den Entwicklungen in der Tschechischen Republik interessant. Grundlegend sind die Genoss*innen vor Ort ähnlich besorgt wie wir in Deutschland, verschiedene Schulformen und entsprechende Abschlussmöglichkeiten prägen die Gesellschaft im Ganzen und fördern die Ungleichheit im Lande. 

Schließlich ging es für uns in Richtung des Berges Žalý. Während einige den Berg zu Fuß hochliefen, wurden einige andere die lange Strecke hochgefahren. Oben angekommen bot sich auf dem Aussichtsturm eine tolle Perspektive über die bergige Gegend. Sofort fiel auf, dass die Region Semily vor allem durch die kleinen Dörfer und kleinen Städte geprägt ist, wohingegen die vielen grünen Freiflächen einen schönen Kontrast boten. Doch wir haben den Berg nicht allein wegen der großartigen Aussicht bestiegen, sondern vor allem wegen des Gedenkens an die Treffen der Antifaschist*innen während der Zeit des deutschen Faschismus. Vor dem Denkmal sprachen Vertreter*innen der KSČM und verurteilten die Machenschaften, die von Hitlers Regierung ausgingen. Im gleichen Atemzug wurde dennoch hervorgehoben, wie wichtig dabei die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist. 

Wir danken den Genoss*innen aus Tschechien für diese interessanten Einblicke in ihre Lage und für das erfolgreiche Gedenken.                                Fotogalerii / Fotogalerie

Věnováni minulosti - setkání napříč hranicemi

Vzpomínková slavnost na hoře Žalý

[deutsch]

Vážení přátele, Vzácní hosté, Mílí vlastenci

Dovolte, abych vás jménem okresního výboru KSČM v Semilech, jménem Klubu českého pohraničí a jménem vlasteneckého spolku Antifašisté přivítal zde na Žalým, abychom společně uctili památku vlastencům, antifašistům a bojovníkům za svobodu, kteří se v těchto místech v  minulosti setkávali.

Než ale provedeme pietní akt, dovolte, abych přivítal naše milé hosty, zejména prvního místopředsedu KSČM soudruha Petra Šimůnka, dále pak předsedu krajského výboru KSČM soudruha Františka Chota. Za Vlastenecký spolek – Antifašisté přivítejme pana Karla Dvořáka. A zvláštní a velké poděkování za návštěvu patří našim přátelům ze spolkové republiky Německo, přátelé, přivítejme zástupce Die Linke. Děkuji

Přátelé,

Děkuji samozřejmě vám všem, kteří jste obětovali dnešní slunnou sobotu a neváhali jste vystoupat až sem na horu Žalý, abychom si společně připomněli historii tohoto pomníku.

Náš příběh se začal psát v době před druhou světovou válkou, kdy se v Německu dostali k moci nacisté v čele s Adolfem Hitlerem. Nastalo období plné teroru a strachu zejména pro jeho odpůrce především z řad německých Sociálních demokratů a komunistů. Ti, v zoufalé snaze zachránit si život, byli nucení prchnout ze své země. A právě v těchto místech docházelo k setkávání českých vlastenců a německých později i polských antifašistů. Nacházeli zde společnou řeč a vzájemnou pomoc. To ovšem bylo trnem v oku nacistů. A když v roce 38 došlo k obsazení Sudet. Bylo toto setkávání brutálně potlačeno. Většino účastníku skončila ve vězení, v koncentračních táborech a mnohdy i na popravištích. Po válce byl na paměť všem vztyčen tento pomník a po nedávné opravě si u něj tyto dny připomínáme dodnes. Tím ovšem náš příběh nekončí.

Přátelé, použiji opět příměr, který opakuji často: Ta bestie, která porodila fašismus, je opět březí. Ano, nacizmus je opět na vzestupu. Lze ho spatřit ve válce na Ukrajině, v EU ale i u nás. Jistě si všímáte snah sudetoněmeckého Landsmanschaftu o historickou revizi bez sebemenší sebereflexe. Jistě si všímáte, jak jsou na sociálních sítích uráženi a ponižování vlastenci a lidé kteří mají odlišný názor, než je obecně vyžadován. Všímáte si, jako jsou v internetových diskuzích lidé ochotni připustit smíření s nacistickými pohrobky SdL ale nejsou schopni se smířit s komunistickou minulostí. Všímáte si, jak obrovská část diskutujících provolává smrt komunistům. Ano samozřejmě že si toho všímáte. A právě proto je nesmírně důležité setkávat se u těchto pomníků. Nesmíme zapomínat na historii která se stala, připomínat si historii tak jak se skutečně stala a konat tak, aby se už nikdy nestala. A nebudeme-li bojovat proti nacistické bestii teď, může se stát, že se opět budeme scházet zde v lesích tajně, jako tenkrát ti, kterým teď položíme květinu. 

Petr Vaněk
Předseda OV KSČM Semily

 

Der Vergangenheit verpflichtet - Begegnung über Grenzen hinweg

Gedenken am Berg Žalý

[čeština]

Liebe Freunde, Verehrte Gäste, Liebe Patrioten,

erlauben Sie mir, Sie im Namen des Kreisvorstands der KSČM in Semily, im Namen des Klubs des tschechischen Grenzgebiets und im Namen des patriotischen Vereins „Antifaschisten“ hier in Žalý zu begrüßen, damit wir gemeinsam das Andenken an die Patrioten, Antifaschisten und Freiheitskämpfer ehren, die sich in der Vergangenheit an diesen Orten versammelt haben.  Bevor wir jedoch mit der Gedenkfeier beginnen, möchte ich unsere lieben Gäste begrüßen, insbesondere den ersten stellvertretenden Vorsitzenden der KSČM, Genossen Petr Šimůnek, sowie den Vorsitzenden des Regionalkomitees der KSČM, Genossen František Chota. Im Namen des patriotischen Vereins „Antifaschisten“ begrüßen wir Herrn Karel Dvořák. Ein besonderer und herzlicher Dank für ihren Besuch gilt unseren Freunden aus der Bundesrepublik Deutschland – liebe Freunde, heißen wir die Vertreter von „Die Linke“ willkommen. Vielen Dank.

Liebe Freunde,

Ich danke natürlich euch allen, die ihr diesen sonnigen Samstag geopfert habt und nicht gezögert habt, hierher auf den Berg Žalý zu steigen, damit wir gemeinsam der Geschichte dieses Denkmals gedenken können.

Unsere Geschichte begann in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg, als in Deutschland die Nationalsozialisten unter der Führung von Adolf Hitler an die Macht kamen. Es folgte eine Zeit voller Terror und Angst, insbesondere für seine Gegner, vor allem aus den Reihen der deutschen Sozialdemokraten und Kommunisten. Diese waren in ihrem verzweifelten Versuch, ihr Leben zu retten, gezwungen, aus ihrem Land zu fliehen. Und genau an diesen Orten kam es zu Begegnungen zwischen tschechischen Patrioten und deutschen, später auch polnischen Antifaschisten. Hier fanden sie eine gemeinsame Sprache und halfen sich gegenseitig. Das war den Nationalsozialisten jedoch ein Dorn im Auge. Und als es 1938 zur Besetzung der Sudeten kam. wurde dieses Zusammenkommen brutal unterdrückt. Die meisten Beteiligten landeten im Gefängnis, in Konzentrationslagern und oft auch auf den Hinrichtungsplätzen. Nach dem Krieg wurde dieses Denkmal zum Gedenken an alle errichtet, und nach der kürzlich erfolgten Restaurierung gedenken wir dort bis heute dieser Tage. Damit endet unsere Geschichte jedoch noch nicht.

Liebe Freunde, 

ich möchte erneut einen Vergleich anführen, den ich oft wiederhole: Das Ungeheuer, das den Faschismus hervorgebracht hat, ist wieder schwanger. Ja, der Nationalsozialismus ist wieder auf dem Vormarsch. Man kann ihn im Krieg in der Ukraine, in der EU, aber auch bei uns beobachten. Sicherlich bemerkt ihr die Bestrebungen der sudetendeutschen Landsmannschaft (SdL), die Geschichte ohne die geringste Selbstreflexion umzuschreiben. Sicherlich bemerkt ihr, wie Patrioten und Menschen, die eine andere Meinung vertreten als die allgemein geforderte, in den sozialen Netzwerken beleidigt und gedemütigt werden. Ihr bemerkt, wie Menschen in Internetdiskussionen bereit sind, eine Aussöhnung mit den nationalsozialistischen Überresten der SdL zuzulassen, aber nicht in der Lage sind, sich mit der kommunistischen Vergangenheit abzufinden. Sie bemerken, wie ein großer Teil der Diskussionsteilnehmer den Tod der Kommunisten fordert. Ja, natürlich bemerken Sie das. Und genau deshalb ist es so unglaublich wichtig, sich an diesen Denkmälern zu versammeln. Wir dürfen die Geschichte, die sich ereignet hat, nicht vergessen, müssen uns an die Geschichte so erinnern, wie sie sich tatsächlich zugetragen hat, und so handeln, dass sie sich nie wieder wiederholt. Und wenn wir jetzt nicht gegen die nationalsozialistische Bestie kämpfen, könnte es passieren, dass wir uns wieder heimlich hier in den Wäldern versammeln, so wie damals jene, denen wir jetzt eine Blume niederlegen.

Petr Vaněk
Vorsitzender des Ortsverbands Semily der KSČM
(Übersetzung: Venka Burešová) 

 

Offener Brief an die Delegierten des Bundesparteitages der Partei die Linke

Gegen den Antrag des Parteivorstandes der Bundespartei zur Änderung der Satzung in Bezug auf die Zugehörigkeit der Mitglieder der Linken zur Europäischen Linkspartei

                                                                                                                Cottbus.den 11.06.2026
Liebe Delegierte,

der Gründung der Europäischen Linken (EL) gingen zahlreiche Initiativen unserer Partei zur Schaffung eines europäischen Verbundes der Sozialisten und Kommunisten im Kampf für Frieden, Völkerfreundschaft, Antifaschismus und Solidarität voraus.
Im Januar 2004 demonstrierten Genoss:innen des Landesverbandes Brandenburg, Berlin und Genoss:innen der tschechischen KSČM gemeinsam für die Gründung einer politischen, europäischen, linken Partei. Im Mai des gleichen Jahres kam es unter führender Rolle unserer Partei zur Gründung einer europäischen linken Partei in Rom.
Auf Grund dieses Prozesses trafen sich schon im Jahr 2001 in Frankfurt/Oder, dem tschechischen Jičín und im slowakischen Martin interessierte Parteien zur Gründung eines „Ständigen Forums der Europäischen Linken - der Regionen“. Die Antragsteller sind ein aktiver Teil dieses Forums und Mitglied des Koordinierungsrates.
DIE LINKE versteht sich als internationalistische Partei. Die sozialen, ökologischen und friedenspolitischen Herausforderungen unserer Zeit sind längst europäisch und global geworden. Ob Arbeitnehmerrechte, Steuerflucht großer Konzerne, Klimaschutz, soziale Sicherheit oder Friedenspolitik – wir können diese Fragen nicht allein auf nationaler Ebene beantworten.
Die Europäische Linke bietet einen Rahmen für den politischen Austausch, die Entwicklung gemeinsamer Positionen und die Vernetzung linker Parteien und Bewegungen. Selbst dort, wo es politische Differenzen gibt, ist der richtige Ort für ihre Austragung die gemeinsame Debatte und nicht der Rückzug aus der Zusammenarbeit.
Internationale Solidarität zeigt sich nicht darin, nur mit denen zusammenzuarbeiten, die in allen Fragen übereinstimmen, sondern darin, trotz unterschiedlicher Sichtweisen gemeinsame Interessen zu vertreten.
Lothar Bisky, Gregor Gysi und Heinz Bierbaum haben ganz wesentlich den Prozess in der EL gestaltet.
Die, im Antrag des Parteivorstandes vorgeschlagene Öffnung zu einer zweiten Europäischen Linkspartei von überwiegend westlichen/ nordischen Ländern ist für die Einheit der linken Europas schädlich. So wie eine Teilung der Linken immer schädlich war. Das bezieht sich nicht nur auf die Veränderung friedenspolitischer Standpunkte, der
Zugehörigkeit zur NATO und der Beurteilung des völkerrechtswidrigen Krieges Russlands in der Ukraine.

Der gegenwärtige Antrag behindert auch Länder mit kleineren linken Parteien zur gleichberechtigten Stellungnahme zu den angesprochenen Problemen.
Wir fordern als Mitglieder der Linken die Rücknahme des Antrages des Bundesvorstandes und eine sachliche Diskussion der Mitglieder unserer Partei zu den vorliegenden Inhalten. Das sollte in einem Mitgliederentscheid stattfinden..
Der gegenwärtige Prozess gefährdet die aktive Mitgliedschaft vieler Genosse:innen unserer Partei. Schon der letzte Bundesparteitag hat einen ähnlichen Antrag durch Entscheid zurück gewiesen.
Sollte der Antrag aufrecht erhalten werden, bitten wir die Delegierten diesem Antrag nicht zuzustimmen.

Mit solidarischen Grüßen
Monika Schömmel
amtierende Hauptkoordinatorin des SFEL-R
Sprecherin der LAG Netzwerk EL die Linke Brandenburg
Hans- Peter Schömmel
Vertreter der KPF Brandenburg im SFEL-R

Protest proti Kongresu sudetoněmeckých spolků v Brně

David Kváč

[deutsch]
Historickyprvní sjezd Sudetoněmeckého landsmanšaftu na území ČR se konal(22.–25. května 2026 v Brně) provázely po celou dobu jehokonání protesty a demonstrace.

  • ​Hlavní shromáždění: Největší protest se uskutečnil v neděli 24. května na Dominikánském náměstí, kde se sešlo několik tisíc lidí. Mezi řečníky vystoupil i bývalý prezident Miloš Zeman , který konání sjezdu v Brně ostře zkritizoval, nebo předsedkyně KSČM Kateřina Konečná.
  • ​Organizátoři a motivy: Odpůrci z řad opozičních stran (např. KSČM, SPD) a vlasteneckých spolků poukazovali na zločiny nacismu, podíl sudetských Němců na rozbití předválečného Československa a varovali před zpochybňováním Benešových dekretů. Podepisovaly se také petice za zákaz akce.
  • ​Průběh a incidenty: Menší protesty, blokády s krabicovými barikádami a slovní potyčky probíhaly již od pátku u brněnského výstaviště a na náměstí Svobody. Poslední poklidný protest doprovodil závěrečný pietní akt v Kounicových kolejích 25. května.
  • ​Zásah policie: Bezpečnost zajišťovaly stovky policistů včetně antikonfliktního týmu. Celkem bylo na svobodě omezeno 7 osob, převážně kvůli přestupkům proti veřejnému pořádku, policie však prověřuje i několik trestných činů.

Protest gegen Kongreß der Sudetendeutschen Landsmannschaften in Brno

David Kváč

[čeština]
Der erste Kongress der Sudetendeutschen Landsleute in der Tschechischen Republik fand vom 22. bis 25. Mai 2026 in Brno statt und wurde von Protesten und Demonstrationen begleitet.

  • Hauptversammlung: Die größte Protestkundgebung fand am Sonntag, dem 24. Mai, auf dem Dominikánské náměstí statt, wo sich mehrere Tausend Menschen versammelten. Zu den Rednern gehörten der ehemalige Präsident Miloš Zeman, der den Kongress in Brno scharf kritisierte, und die Vorsitzende der KSČM, Kateřina Konečná.
  • Organisatoren und Motive: Gegner aus Oppositionsparteien (z. B. KSČM, SPD) und patriotischen Vereinigungen verwiesen auf die Verbrechen des Nationalsozialismus, die Rolle der Sudetendeutschen bei der Zerschlagung der Vorkriegstschechoslowakei und warnten davor, die Dekrete von Beneš in Frage zu stellen. Es wurden auch Petitionen zur Verhinderung der Veranstaltung unterzeichnet.
  • Verlauf und Zwischenfälle: Seit Freitag fanden auf dem Brnoer Messegelände und dem Náměstí Svobody kleinere Proteste, Blockaden mit Barrikaden und verbale Auseinandersetzungen statt. Die letzte friedliche Demonstration wurde am 25. Mai von einer Gedenkfeier in der Kounicový kolej begleitet.
  • Polizeieinsatz: Hunderte Polizisten, darunter ein Antikonfliktteam, sorgten für die Sicherheit. Insgesamt wurden sieben Personen festgenommen, hauptsächlich wegen Störung der öffentlichen Ordnung. Die Polizei ermittelt jedoch auch wegen mehrerer Straftaten.

(Übersetzung: Google-translater)

Erneuerung der Linken, bereit zum Kampf

Der 8. Kongress der Partei der Europäischen Linken war mehr als ein Erfolg – ​​er markierte einen Neubeginn.

Walter Baier, Präsident der EL

Ein Erneuerungskongress bedeutet nicht, dass wir uns verändern. Wir stehen weiterhin fest zu unseren sozialistischen, antimilitaristischen, antifaschistischen, antiimperialistischen und feministischen Werten. Doch wir wissen auch: Wenn wir unseren Prinzipien in einer sich wandelnden Welt treu bleiben wollen, müssen wir unsere Arbeitsweise, unsere Organisation und unser Handeln erneuern.

Und genau das haben wir getan.

Über ein ganzes Jahr hinweg waren alle 40 Mitglieds- und Beobachterparteien eingeladen, diesen Prozess mitzugestalten. Gemeinsam erarbeiteten wir in zwölf Arbeitsgruppen ein politisches Dokument, das auf die dramatischen Veränderungen in Europa und der Welt reagierte. Mehr als 150 Änderungsanträge wurden eingearbeitet, 34 davon wurden auf dem Kongress debattiert und zur Abstimmung gebracht.
Dieser breite und demokratische Prozess sendet eine wichtige Botschaft: Internationalismus lebt. Ein sinnvoller Dialog über Parteigrenzen hinweg ist möglich. Und die Europäische Linke kann den Raum dafür schaffen.
Unsere Richtung ist klar. Die Europäische Linke ist die Partei des Friedens. Sie ist die Partei, die sich gegen Sparmaßnahmen stellt. Und sie ist die Partei, die entschlossen ist, dem Aufstieg der extremen Rechten in ganz Europa und darüber hinaus entgegenzutreten.
Um es ganz deutlich zu sagen:
Es darf keinen Kompromiss mit Rassismus, Antisemitismus oder Frauenfeindlichkeit geben. Nicht einen Schritt in Richtung Faschismus.

Doch der Widerstand gegen die extreme Rechte bedeutet mehr als moralische Empörung. Die Menschen brauchen Hoffnung – und Gründe, wieder an die Demokratie zu glauben. Deshalb sagen wir zu den Regierungen in ganz Europa: Wenn es Ihnen ernst damit ist, Freiheit und Demokratie zu verteidigen, dann liefern Sie. Liefern Sie sichere und fair bezahlte Arbeitsplätze, Geschlechtergleichstellung. Bezahlbaren Wohnraum. Starke öffentliche Dienstleistungen. Kurz gesagt: Würde, Sicherheit und eine Zukunft, an die die Menschen glauben können.

Dieser Kongress war auch ein Moment der organisatorischen Erneuerung. Die Reform unserer Strukturen – vom Erneuerungsdokument bis zu den Verfassungsänderungen – wurde durch denselben breiten und inklusiven Prozess gestaltet. Wir haben auch die Zusammensetzung unserer Führung erneuert, um dieser neuen Phase Rechnung zu tragen.
Politische und organisatorische Erneuerung gehören zusammen. Sie sind Teil eines gemeinsamen Projekts: dem Aufbau einer stärkeren europäischen Linken – einem wirksamen Instrument im Kampf gegen Militarisierung, Sparmaßnahmen und die Politik der Angst.
Die Lehre ist einfach:
Um zu gewinnen, brauchen wir Einigkeit und Klarheit. Einigkeit bedeutet nicht Gleichförmigkeit. Vielfalt ist unsere Stärke. Spaltung schwächt uns.

Europa steht vor einer tiefen Krise. In zu vielen Ländern ist die extreme Rechte bereits an der Macht – oder ihr gefährlich nahe.
Und doch gibt es Hoffnung.

Wir können gewinnen. Veränderung ist möglich. Und gemeinsam sind wir bereit, dafür zu kämpfen.
Die Partei der Europäischen Linken ist bereit für diesen Kampf – und bereit, sich mit allen zu verbünden: Gewerkschaften, sozialen Bewegungen und progressiven Parteien, die daran glauben, dass ein anderes Europa nicht nur notwendig, sondern auch möglich ist.

(Übersetzung Google-translater)

Newsletter der Europäischen Linken

Protest gegen das Treffen der Sudetendeutschen Landsmannschaften in Brno

Protestschreiben an die Veranstalter

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großem Unverständnis und Sorge verfolgen wir die geplante Zusammenkunft sudetendeutscher Verbände in Brno. Gerade an einem Ort, der historisch eng mit den Folgen von Nationalismus, Krieg, Vertreibung und Leid verbunden ist, sollte besondere Sensibilität gelten. Viele Menschen in Tschechien empfinden solche Treffen nicht als rein kulturelles oder erinnerungspolitisches Ereignis, sondern als politische Provokation. Noch immer bestehen Ängste, dass historische Verantwortung relativiert oder einseitig dargestellt wird. Die Geschichte der deutsch-tschechischen Beziehungen ist komplex und schmerzhaft – sie darf weder für nationale Interessen instrumentalisiert, noch zur Verklärung vergangener Machtansprüche genutzt werden.

Ein ehrlicher Dialog über Aussiedlung und Leid kann nur dann stattfinden, wenn auch die Ursachen klar benannt werden: Die Auslösung des 2. Weltkrieges durch den Faschismus in Deutschland,die faschistische Besatzung und die Verbrechen des faschistischen Regimes.
Ohne diese historische Einordnung entsteht der Eindruck, dass Opferrollen gegeneinander
ausgespielt werden. Wir appelliere daher an die Organisatoren und Teilnehmer des Treffens, auf jede Form geschichtsrevisionistischer Darstellung zu verzichten, die Verantwortung Deutschlands für die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs klar anzuerkennen, sowie den Fokus auf die Akzeptierung geschichtlicher Ereignisse, gegenseitigen Respekt und ein gemeinsames europäisches, friedliches Miteinander zu legen. Was geschehen ist, bleibt Teil der Geschichte..Mann kann sie nicht rückgängig machen, umdeuten oder für politische Zwecke neu schreiben.


Ergänzend zum Thema ein Artikel des neuen deutschland vom 22.05.26

Gemeinsam im Kampf gegen den Faschismus

Gedenken am 81. Jahrestag der Befreiung

Wie in jedem Jahr nahm eine Delegation des „Ständigen Forums der europäischen Linken- der Regionen“ (SFEL-R) im ehemaligen Konzentrationslager in Terezin (CZ) an der Gedenkveranstaltung der Opfer des Faschismus teil.

Im Gegensatz zu den Vorjahren fand der Gedenkakt an der ehemaligen Hinrichtungsstätte in der Kleinen Festung in Terzin statt. Hier wurden in den letzten Kriegstagen, am 2. Mai 1945, noch 52 Personen erschossen - meist Mitglieder der Widerstandsgruppe Předvoj. 
Hier legten wir gemeinsam mit Vertretern der KSČM in Vertretung für die Europäische Linke ein Blumengebinde nieder.

Die Organisatoren des Gedenkens gaben uns die Möglichkeit als Ehrengäste unser Gebinde nieder zu legen. Dafür bedanken wir uns beim Genossen Josef Šenfeld, der uns den ganzen Tag begleitete.

Im Gegenzug dazu besuchten uns junge Genossen des Kreisverbandes Nymburk der KSČM aus Anlass des Tages der Befreiung in Berlin Treptow.

Auch hier legten wir für unsere Organisationen Blumengebinde nieder.

Mit dem Genosse David Kváč, Koordinator des Kreisverbandes Nymburk, berieten wir anschließend die Präzisierung der Aufgaben unseres Netzwerkes für das 2. Halbjahr.

Ein Schwerpunkt dabei war besonders die Auswertung des 8. Kongresses der Europäischen Linken und die Aufgaben, die sich daraus für unsere Arbeit ergeben.

Wir sprachen auch über die Vorbereitung der Wahlen des Koordinierungsrates des SFEL-R und die Möglichkeit eines Veteranentreffens zum Abschluss des Jahres.

 

Die Europäische Linke (EL) hat eine schwierige Zeit hinter sich. Doch auf dem EL-Kongress in Brüssel zeigte sich, dass der begonnene Reformprozess nun erste Früchte trägt. 

Was bisher geschah

Die Nachricht platzte mitten die Europäischen Wahlkämpfe 2024: Die Partei der Europäischen Linken (EL) spaltete sich in zwei Formationen. So wurden die politischen Ressourcen der reformbedürftigen EL und der Europäischen Stiftung Transform! gestutzt. Die neu entstandene ELA (European Left Alliance for the People and the Planet) hat einen stärker linkspopulistisches und ökosozialistisches Profil, u. a. geprägt von La France Insoumise, einigen skandinavischen Parteien, dem portugiesischen Bloco oder der polnischen Razem-Partei. Die ELA war der sogenannte neue Besen, der gut kehrt und offene Fragen linker europäischer Politik innerhalb der neuen Welt(un)ordnung beherzt ins Zentrum einladender Veranstaltungsformate stellte. Fragen wie: Soll man der Ukraine Waffen liefern? Gibt es Europäische Sicherheit und Autonomie von links und jenseits von Sparzwängen und NATO-Partnerschaften? Andere Antworten, man muss es so deutlich sagen, als die Europäische Linke, hat die ELA jedoch bis heute nicht gegeben. Bei den offenen Fragen linker Politikentwürfe unterscheiden sich die beiden neuen Formationen nur minimal. Kurz: Es gibt in beiden linken Formationen einen Profilierungsstau und wenig Gründe, die wichtigen Fragen nicht erneut kooperativ und gemeinsam anzugehen, so wie es die Abgeordneten beider Europäischer Parteien im EU-Parlament ohnehin täglich tun. Schließlich sind sie alle Teil der Fraktion The Left … více / mehr

Kuba braucht uns!

Am 19.04.2026 war Halbzeit der gemeinsamen Spendensammlung der KSČM, der LAG Netzwerk EL und der KPF Brandenburg. 
Auf der Mitgliederversammlung der LAG in Königs Wusterhausen wurde fleißig gezählt.
Genau 743,50 Euro hatten wir in unserer Spendenbox. Gesammelt hatten wir unter anderem bei der Bundeskonferenz der KPF, beim Rotfuchs in Cottbus und in Ziegenhals beim Andenken an den Arbeiterführer Ernst Thälmann zu seinem 140. Geburtstag. 
Sobald der Name Solidarität mit Kuba fiel, waren die Menschen bereit diese gebeutelte Insel zu unterstützen. Nun sind wir gespannt, wieviel auf das Spendenkonto bei der Linken Brandenburg eingegangen ist.
Bis zum 30.04.2026 könnt ihr euch noch an der Spendenaktion beteiligen. 

Konto: Die Linke Brandenburg
IBAN: DE15 1605 0000 1000 7506 43
Verwendungszweck: „Solidarität mit Kuba“

Anfang Mai wird die Summe dann mit Genoss*innen aus Nymburk in Prag bei der kubanischen Botschaft eingezahlt. Kuba braucht uns. Jetzt erst recht.

Warum ist dieser Kongress wichtig?

Vom 17.-18. April tagt der 8. EL-Kongress in Brüssel 

Europa steht an einem Scheideweg. Wir glauben, dass Europa einen anderen Weg wählen kann. 

Unser Kongress versammelt die Europäische Linke und unsere Partner aus dem ganzen Kontinent, um klar zu sagen: Frieden und soziale Gerechtigkeit müssen vor Militarisierung und Profit kommen. Wir lehnen die Politik ab, die Gesellschaften spaltet, Angst schürt und die extreme Rechte stärkt. Stattdessen stehen wir für Kooperation, Solidarität und demokratischen Wandel. 

In diesem Kongress geht es um Erneuerung und kollektives Handeln. In ganz Europa kämpfen Arbeitnehmer, Frauen, junge Menschen, Gewerkschaften und soziale Bewegungen bereits für Würde, Klimagerechtigkeit und Frieden. 

Gemeinsam können wir diese Kämpfe in ein gemeinsames europäisches Projekt verwandeln. 

GEWINNE DIE ZUKUNFT - BEKÄMPFE DIE AUSTERITÄT - STOPPE DIE MILITARISIERUNG! 

Eine andere Zukunft ist möglich – und wir sind hier, um sie zu gewinnen. 

Walter Baier
Präsident der Europäischen Linken

Entwurf des Politischen Dokumentes (engl)

Livestream vom Kongress

Solidarität mit Kuba

Auf der Frauentagsfeier in Nymburk hat die LAG Netzwerk Europäische Linke mit den tschechischen Genoss:innen über eine gemeinsame Spendenaktion für Kuba gesprochen.

 Die Genoss:innen aus Tschechien haben enge Kontakte zur Kubanischen Botschaft in Prag.
Um unserem Anspruch der Solidarität gerecht zu werden, haben wir vereinbart, dass auf deutscher und tschechischer Seite über einen begrenzten Zeitraum bis 30.04.2026 eine Soliaktion laufen soll.

Das gemeinsam gesammelte Geld wollen wir dann der Kubanischen Botschaft in Prag übergeben.

Es kann mit verplombten Spendenbüchsen gesammelt oder unter dem angegebenen Konto Geld überwiesen werden. Bitte bei Einzahlungen unbedingt den Verwendungszweck „Solidarität mit Kuba“ angeben. Die Sammelaktion und die Nutzung des Kontos ist mit der Landesschatzmeisterin abgesprochen.

Bei Fragen wendet euch an die LAG Netzwerk Europäische Linke

Internationale Solidarität und lebendige Begegnungen

Frauentagsfeier in Nymburk

Anlässlich des Internationalen Frauentags folgte eine Delegation der LAG Netzwerk Europäische Linke (EL) der Partei Die Linke Brandenburg einer Einladung tschechischer Genossinnen und Genossen der KSČM Nymburk zu einer festlichen Veranstaltung in der mittelböhmischen Stadt Nymburk. Rund 300 Gäste folgten der Einladung der KSČM und sorgten für eine lebendige und solidarische Atmosphäre.
Unter den Anwesenden befanden sich neben zahlreichen lokalen Gästen auch internationale Vertreterinnen und Vertreter, darunter Delegationen der Botschaften von Kuba und der KVDR. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie der Internationale Frauentag über Ländergrenzen hinweg als Tag der Solidarität, des Austauschs und der gemeinsamen politischen Perspektiven begangen wird.
Die Gäste aus Brandenburg wurden von den tschechischen Genossinnen und Genossen sehr herzlich empfangen und betreut. Neben den kulturellen Programmpunkten bot die Feier auch Raum für politische Gespräche und neue Kontakte. Besonders interessant war der Austausch mit einer Vertreterin der Linken Frauen in Tschechien, bei dem unter anderem über die Initiative „Omas gegen Rechts“ gesprochen wurde. Dabei ging es um Möglichkeiten, ähnliche zivilgesellschaftliche Bewegungen zu stärken und Erfahrungen aus verschiedenen Ländern zu teilen.
Auch die deutsche Delegation leistete einen persönlichen und kulinarischen Beitrag zum Gelingen der Feier: Mit selbstgebackenem Kuchen, der bei den Gästen großen Anklang fand, brachten die Brandenburgerinnen und Brandenburger ein Stück Gastfreundschaft und Herzlichkeit aus Deutschland mit.
Das kulturelle Programm trug ebenfalls wesentlich zur besonderen Stimmung des Abends bei. Leidenschaftliche Tänzerinnen und Tänzer sorgten für Begeisterung im Saal und machten die Veranstaltung zu einem lebendigen Fest der Begegnung und der gemeinsamen Werte.
Im Anschluss an die Feier kam es zu weiteren Gesprächen über die Vertiefung der Zusammenarbeit im Rahmen des „Ständigen Forums der Europäischen Linken – der Regionen“. Dabei wurde auch eine Spendenaktion für Kuba besprochen, die wir gemeinsam ins Leben rufen wollen.

Die Frauentagsfeier in Nymburk zeigte einmal mehr, wie wichtig internationale Kontakte, persönliche Begegnungen und solidarische Zusammenarbeit für die linke Bewegung in Europa sind. Neben politischen Diskussionen standen vor allem Freundschaft, gegenseitiger Respekt und gemeinsame Perspektiven im Mittelpunkt eines Abends, der allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird.                 Fotogalerie / Fotogalerii

MDŽ v Nymburce

David Kváč

[deutsch]

Dne 8. března proběhla oslava Mezinárodního dne žen v Nymburce v České republice za účasti delegací z Německa, Kuby a Severní Koreji. K svátku žen celého světa byl připraven bohatý program. K poslechu a tanci hrála živá kapela, bylo připraveno občerstvení a losovala se tombola složená ze zajímavých cen a samozřejmě každá žena dostala karafiát. Delegace z Německa za strany Die Linke přichystala výborné zákusky. Současně proběhlo zahájení výstavy o Kubě v rámci solidarity s touto zemí, která trpí složitou ekonomickou situací vyvolanou embargem ze strany Spojených států amerických. Výstavu osobně zahájila Velvyslankyně Kuby její excelence Saylín Martínez Tarrío, která zároveň byla vyhlášena ženou regionu. Další ženou regionu byla vyhlášena paní Červinková za rukodělné práce. Celá akce byla provázena pohodovou náladou, kde účast byla necelých 300 lidí.

Za KSČM Nymburk 
David Kváč                                    Fotogalerii

Internationaler Frauentag in Nymburk

David Kváč

[čeština]

Am 8. März wurde in Nymburk in Tschechien der Internationale Frauentag unter Teilnahme von Delegationen aus Deutschland, Kuba und Nordkorea gefeiert. Für den weltweiten Feiertag der Frauen wurde ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet. Eine Live-Band sorgte für Musik und Tanz, es gab Erfrischungen und eine Tombola mit attraktiven Preisen. Jede Teilnehmerin erhielt eine Nelke. 
Die deutsche Delegation der Partei Die Linke hatte köstliche Desserts zubereitet. Parallel dazu wurde eine Ausstellung über Kuba eröffnet, um die Solidarität mit dem Land zu bekunden, das unter den wirtschaftlichen Folgen des US-Embargos leidet. Die Ausstellung wurde persönlich von der kubanischen Botschafterin, Ihrer Exzellenz Saylín Martínez Tarrío, eröffnet, die gleichzeitig zur Frau der Region gekürt wurde. 
Eine weitere Frau der Region, Frau Červinková, wurde für ihr Kunsthandwerk ausgezeichnet.

Die Veranstaltung fand in entspannter Atmosphäre statt und wurde von fast 300 Menschen besucht.

Für die KSČM Nymburk 
David Kváč                                  Fotogalerie

Internationaler Kampftag für Frauenrechte

Liebe Frauen und Mädchen,

morgen ist euer Tag. Feiert ihn, wir haben es verdient. Sicher haben wir nie die gleichen Diskriminierungen erfahren müssen wie die Frauen in Afghanistan oder anderen Ländern wo Frauen in der Gesellschaft kaum eine Rolle spielen. 
Aber auch wir mussten an der einen oder anderen Stelle um unsere Gleichberechtigung kämpfen.

Deshalb lasst uns weiter kämpfen für eine Zukunft in der Würde und Respekt und soziale Sicherheit für alle Menschen selbstverständlich ist.

Alles Liebe wünscht euch 
Monika

Ein Samstag der LAG Netzwerk Europäische Linke

Am 07.02.2026 zu um 10.00 Uhr hatte die LAG Netzwerk Europäische Linke (EL) zu ihrer Mitgliederversammlung nach Königs Wusterhausen (KWH) eingeladen.

Durch den Newsletter der Partei und andere Kanäle hatten wir Kenntnis von dem Aufruf zur spontanen Demonstration in Königs Wusterhausen bekommen. Hier hat sich an diesem Tag ein neuer Jugendverband der AfD des Landes Brandenburg gegründet. Die sogenannte „Generation Deutschland“. Eine Gruppierung, die rassistische, menschenfeindliche Ideologie unter jungen Menschen verbreitet. Wer Auszüge aus ihren Reden auf der Veranstaltung gehört hat, der weiß, was bei den nächsten Wahlen auf uns zukommt. Deshalb AfD verhindern, überall wo sie auftreten. Wir waren froh, die ca. 60 Protestierenden in KWH unterstützen zu können.

Unsere Versammlung begann so erst zwei Stunden später.

Wir besprachen den Arbeitsplan für unsere LAG und unsere Mitarbeit im „Ständigen Forum der Europäischen Linken - der Regionen“. In diesem Zusammenhang diskutierten wir auch die Bereitschaft der Mitglieder der Linken, sich an internationaler Zusammenarbeit und Solidarität mit ausländischen Parteien zu beteiligen. Unser Landesverband muss sich dieser Aufgabe stärker widmen. Die Mitglieder unterzeichneten einen offenen Brief an unseren Landesvorstand zur Verbesserung unserer Zusammenarbeit.

Auch in unseren Nachbarstaaten bilden sich starke rechte Tendenzen, die im Zusammenhang mit der Politik der AfD stehen. Solche Ausführungen der jungen Rechten in Brandenburg „Brandenburg gehört den Brandenburgern und wem Deutschland gehört, das wird sich zeigen“, unterstreicht die Ansprüche gegenüber unseren Nachbarländern. So haben uns unsere tschechischen Genoss:innen zum Beispiel informiert, dass die Landsmannschaften der Sudetendeutschen in Brno (Brünn) einen Kongress abhalten. Das ist Revanchismus in reinster Form.

Ein weiteres Thema war auch die Vorbereitung des Internationalen Frauentages. Eine kleine Delegation wird ihn gemeinsam mit tschechischen Genoss:innen in Nymburk feiern.

Das sind einige Themen, die wir an diesem Tag besprochen haben.

Zu Beginn unserer Veranstaltung hielten wir inne und gedachten an unseren langjährigen Mitstreiter, Freund und Genossen Lothar Hoffmann. Lothar hat sich mit Ideen und seinem Organisationstalent über lange Jahre als Hauptkoordinator im SFEL-R und auch als Sprecher des Netzwerkes in unsere Arbeit eingebracht. Wir vermissen ihn.  Danke Hoffi!

Als unsere Veranstaltung beendet war, fuhren wir noch zum Gedenkstein an die letzte Tagung der KPD unter der Leitung von Ernst Thälmann nach Ziegenhals. Hier fand am 07. Februar 1933 ein Treffen der KPD statt, auf der Ernst Thälmann das letzte Mal vor seiner Verhaftung als Redner auftrat. Nach der Machtergreifung Hitlers konnten die Genoss:innen nur noch illegal arbeiten. Bereits am 28.02.1933 wurden zahlreiche Funktionäre und Abgeordnete der KPD, unter anderem auch Ernst Thälmann, in „Schutzhaft“ genommen. Thälmann wurde nach 12 Jahren Haft im KZ Buchenwald ermordet.

Auch hier scheint uns die Vergangenheit bedrohlich einzuholen, deshalb ist es so wichtig:
Erinnern und nicht Vergessen.

Wir legten ein Gebinde nieder. Riefen uns noch einmal die geschichtlichen Ereignisse ins Gedächtnis und schlossen die Veranstaltung mit den Gedicht:

„Bei Hitlers brennt noch Licht“ von Simon Pearce.

Monika Schömmel
Sprecherin Netzwerk EL

Fotogalerie / Fotogalerii

 

 

Nicht vergessen und widerstehen

Am 2. Februar jährt sich zum 81. Mal ein Verbrechen der Hitler-Faschisten ganz in unserer Nähe:

In Jamlitz-Lieberose befand sich eine Außenstelle des KZ Sachsenhausen, in dem von 1943-1945 etwa 10 000 zumeist jüdische Häftlinge aus verschiedensten Ländern litten. In der nackten Heide sollten sie unter schwerster körperlicher Arbeit den Truppenübungsplatz „Kurmark“ errichten. Kälte, Hunger, Entkräftung, die Brutalität der SS-Wachmannschaften führte zum Tod sehr vieler Häftlinge. Entkräftete, die nicht mehr „nützlich“ waren, wurden ins Gas nach Auschwitz geschickt.

Beim Heranrücken der Roten Armee wurde das Lager aufgelöst, die Mehrzahl der Häftlinge auf einen 170 km langen Todesmarsch geschickt, den viele nicht überlebten. Wer nicht mehr gehen konnte, wurde am Straßenrand von der SS erschossen.

Die letzten im Außenlager verbliebenen 577 Häftlinge wurden am 2.2.1945 vor Ort erschossen, ihre Gebeine bei Straßenbauarbeiten in den 70-er Jahren aufgefunden, eingeäschert und auf dem Friedhof Lieberose beigesetzt. Seitdem erinnern ein Mahnmal und eine symbolische Gruft an die vielen Opfer.

Seit vielen Jahren gedenken Mitglieder der LAG Netzwerk Europäische Linke an der Gedenkstätte Lieberose der Ermordeten, wenngleich das offizielle Gedenken nach Jamlitz, zur neu eingerichteten Gedenkstätte, verlagert wurde.

Wir möchten die Aufmerksamkeit auch weiterhin auf den ersten Gedenkort in Lieberose lenken, wo die Asche der 577 Erschossenen ruht und um dessen Erhalt hartnäckig gerungen wurde.

Die Gedenkveranstaltungfindet am 2. Februar um 14 Uhr am Denkmal in Lieberose statt.

Ablauf
14:00 Uhr - Treff am Museum 
                    Statement der Bürgermeisterin Frau Michelchen
14:10 Uhr - Kulturbeitrag: Thomas Tussou (percussion) beginnt am Mahnmal
                    danach 1 Lied Isabell Neuenfeld (Akkordeon)
14:15 Uhr - Rede Isabelle Vandrè (10 Minuten)
14:25 Uhr – Kulturbeitrag: Isabell Neuenfeld (Akkordeon)
14:35 Uhr - Niederlegung Sträuße (Linke LDS/ VVN-BdA/ Stadt Lieberose)
Im Anschluss ist das Museum zur Besichtigung geöffnet 

Der Verein Mahnmal Lieberose lädt Antifaschist:innen der Region ein, sich zu beteiligen.

LAG Netzwerk Europäische Linke

Díky ze Semil / Dank aus Semily

Děkujeme, že jsme u vás mohli být. 
Vždy nám ta atmosféra dodá chuť do další práce a posílí přesvědčení,že se svět obrátí do leva. Předem děkujeme za fotografii u památníku. 
A těšíme se na setkání na MDŽ v Nymburk 8.3. 

Všem přejeme hlavně zdraví.
Věra Pickova
 

(Google translater)
Vielen Dank, dass wir bei euch sein konnten. 
Die Atmosphäre hier bestärkt uns immer wieder in unserem Wunsch, weiterzuarbeiten, und in unserem Glauben, dass sich die Welt zum Besseren wenden wird. 

Vielen Dank im Voraus für das Foto am Denkmal. 
Wir freuen uns darauf, Euch am 8. März zum Internationalen Frauentag in Nymburk zu treffen. 

Wir wünschen Euch allen gute Gesundheit.
Věra Pickova

Trotz alledem!

In diesem Jahr fand das Gedenken der am 15.1.1919 ermordeten Sozialist:innen Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht in Berlin bei eisigem Winterwetter statt. Das hielt abermals Tausende nicht davon ab, den langen Weg über die vereisten Straßen zum Ehrenmal zu ziehen und wieder ein Meer roter Nelken auf den Grabplatten der zu ehrenden Opfer der Reaktion, aber auch des faschistischen Terrors, auszubreiten.
Gemeinsam mit unseren aus Tschechien angereisten Genoss:innen des Ständigen Forums der Europäischen Linken - der Regionen (SFEL-R) folgten auch wir Mitglieder der LAG Netzwerk Europäische Linke Brandenburg (Mitglied im SFEL-R) den vielen Jungen und Alten unterschiedlichster politischer Vereinigungen, um im Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht den Willen zu bekunden, trotz allem, was im Augenblick an Verwerfungen der Gesellschaft geschieht, nicht nachzulassen, für Frieden, soziale Gerechtigkeit und Solidarität zu kämpfen.

Zurück zum Kopf der Seite