Archiv 2026
Ein Samstag der LAG Netzwerk Europäische Linke
Am 07.02.2026 zu um 10.00 Uhr hatte die LAG Netzwerk Europäische Linke (EL) zu ihrer Mitgliederversammlung nach Königs Wusterhausen (KWH) eingeladen.
Durch den Newsletter der Partei und andere Kanäle hatten wir Kenntnis von dem Aufruf zur spontanen Demonstration in Königs Wusterhausen bekommen. Hier hat sich an diesem Tag ein neuer Jugendverband der AfD des Landes Brandenburg gegründet. Die sogenannte „Generation Deutschland“. Eine Gruppierung, die rassistische, menschenfeindliche Ideologie unter jungen Menschen verbreitet. Wer Auszüge aus ihren Reden auf der Veranstaltung gehört hat, der weiß, was bei den nächsten Wahlen auf uns zukommt. Deshalb AfD verhindern, überall wo sie auftreten. Wir waren froh, die ca. 60 Protestierenden in KWH unterstützen zu können.
Unsere Versammlung begann so erst zwei Stunden später.
Wir besprachen den Arbeitsplan für unsere LAG und unsere Mitarbeit im „Ständigen Forum der Europäischen Linken - der Regionen“. In diesem Zusammenhang diskutierten wir auch die Bereitschaft der Mitglieder der Linken, sich an internationaler Zusammenarbeit und Solidarität mit ausländischen Parteien zu beteiligen. Unser Landesverband muss sich dieser Aufgabe stärker widmen. Die Mitglieder unterzeichneten einen offenen Brief an unseren Landesvorstand zur Verbesserung unserer Zusammenarbeit.
Auch in unseren Nachbarstaaten bilden sich starke rechte Tendenzen, die im Zusammenhang mit der Politik der AfD stehen. Solche Ausführungen der jungen Rechten in Brandenburg „Brandenburg gehört den Brandenburgern und wem Deutschland gehört, das wird sich zeigen“, unterstreicht die Ansprüche gegenüber unseren Nachbarländern. So haben uns unsere tschechischen Genoss:innen zum Beispiel informiert, dass die Landsmannschaften der Sudetendeutschen in Brno (Brünn) einen Kongress abhalten. Das ist Revanchismus in reinster Form.
Ein weiteres Thema war auch die Vorbereitung des Internationalen Frauentages. Eine kleine Delegation wird ihn gemeinsam mit tschechischen Genoss:innen in Nymburk feiern.
Das sind einige Themen, die wir an diesem Tag besprochen haben.
Zu Beginn unserer Veranstaltung hielten wir inne und gedachten an unseren langjährigen Mitstreiter, Freund und Genossen Lothar Hoffmann. Lothar hat sich mit Ideen und seinem Organisationstalent über lange Jahre als Hauptkoordinator im SFEL-R und auch als Sprecher des Netzwerkes in unsere Arbeit eingebracht. Wir vermissen ihn. Danke Hoffi!
Als unsere Veranstaltung beendet war, fuhren wir noch zum Gedenkstein an die letzte Tagung der KPD unter der Leitung von Ernst Thälmann nach Ziegenhals. Hier fand am 07. Februar 1933 ein Treffen der KPD statt, auf der Ernst Thälmann das letzte Mal vor seiner Verhaftung als Redner auftrat. Nach der Machtergreifung Hitlers konnten die Genoss:innen nur noch illegal arbeiten. Bereits am 28.02.1933 wurden zahlreiche Funktionäre und Abgeordnete der KPD, unter anderem auch Ernst Thälmann, in „Schutzhaft“ genommen. Thälmann wurde nach 12 Jahren Haft im KZ Buchenwald ermordet.
Auch hier scheint uns die Vergangenheit bedrohlich einzuholen, deshalb ist es so wichtig:
Erinnern und nicht Vergessen.
Wir legten ein Gebinde nieder. Riefen uns noch einmal die geschichtlichen Ereignisse ins Gedächtnis und schlossen die Veranstaltung mit den Gedicht:
„Bei Hitlers brennt noch Licht“ von Simon Pearce.
Monika Schömmel
Sprecherin Netzwerk EL
Nicht vergessen und widerstehen
Am 2. Februar jährt sich zum 81. Mal ein Verbrechen der Hitler-Faschisten ganz in unserer Nähe:
In Jamlitz-Lieberose befand sich eine Außenstelle des KZ Sachsenhausen, in dem von 1943-1945 etwa 10 000 zumeist jüdische Häftlinge aus verschiedensten Ländern litten. In der nackten Heide sollten sie unter schwerster körperlicher Arbeit den Truppenübungsplatz „Kurmark“ errichten. Kälte, Hunger, Entkräftung, die Brutalität der SS-Wachmannschaften führte zum Tod sehr vieler Häftlinge. Entkräftete, die nicht mehr „nützlich“ waren, wurden ins Gas nach Auschwitz geschickt.
Beim Heranrücken der Roten Armee wurde das Lager aufgelöst, die Mehrzahl der Häftlinge auf einen 170 km langen Todesmarsch geschickt, den viele nicht überlebten. Wer nicht mehr gehen konnte, wurde am Straßenrand von der SS erschossen.
Die letzten im Außenlager verbliebenen 577 Häftlinge wurden am 2.2.1945 vor Ort erschossen, ihre Gebeine bei Straßenbauarbeiten in den 70-er Jahren aufgefunden, eingeäschert und auf dem Friedhof Lieberose beigesetzt. Seitdem erinnern ein Mahnmal und eine symbolische Gruft an die vielen Opfer.
Seit vielen Jahren gedenken Mitglieder der LAG Netzwerk Europäische Linke an der Gedenkstätte Lieberose der Ermordeten, wenngleich das offizielle Gedenken nach Jamlitz, zur neu eingerichteten Gedenkstätte, verlagert wurde.
Wir möchten die Aufmerksamkeit auch weiterhin auf den ersten Gedenkort in Lieberose lenken, wo die Asche der 577 Erschossenen ruht und um dessen Erhalt hartnäckig gerungen wurde.
Die Gedenkveranstaltungfindet am 2. Februar um 14 Uhr am Denkmal in Lieberose statt.
Ablauf
14:00 Uhr - Treff am Museum
Statement der Bürgermeisterin Frau Michelchen
14:10 Uhr - Kulturbeitrag: Thomas Tussou (percussion) beginnt am Mahnmal
danach 1 Lied Isabell Neuenfeld (Akkordeon)
14:15 Uhr - Rede Isabelle Vandrè (10 Minuten)
14:25 Uhr – Kulturbeitrag: Isabell Neuenfeld (Akkordeon)
14:35 Uhr - Niederlegung Sträuße (Linke LDS/ VVN-BdA/ Stadt Lieberose)
Im Anschluss ist das Museum zur Besichtigung geöffnet
Der Verein Mahnmal Lieberose lädt Antifaschist:innen der Region ein, sich zu beteiligen.
LAG Netzwerk Europäische Linke
Díky ze Semil / Dank aus Semily
Děkujeme, že jsme u vás mohli být.
Vždy nám ta atmosféra dodá chuť do další práce a posílí přesvědčení,že se svět obrátí do leva. Předem děkujeme za fotografii u památníku.
A těšíme se na setkání na MDŽ v Nymburk 8.3.
Všem přejeme hlavně zdraví.
Věra Pickova
(Google translater)
Vielen Dank, dass wir bei euch sein konnten.
Die Atmosphäre hier bestärkt uns immer wieder in unserem Wunsch, weiterzuarbeiten, und in unserem Glauben, dass sich die Welt zum Besseren wenden wird.
Vielen Dank im Voraus für das Foto am Denkmal.
Wir freuen uns darauf, Euch am 8. März zum Internationalen Frauentag in Nymburk zu treffen.
Wir wünschen Euch allen gute Gesundheit.
Věra Pickova
Trotz alledem!
In diesem Jahr fand das Gedenken der am 15.1.1919 ermordeten Sozialist:innen Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht in Berlin bei eisigem Winterwetter statt. Das hielt abermals Tausende nicht davon ab, den langen Weg über die vereisten Straßen zum Ehrenmal zu ziehen und wieder ein Meer roter Nelken auf den Grabplatten der zu ehrenden Opfer der Reaktion, aber auch des faschistischen Terrors, auszubreiten.
Gemeinsam mit unseren aus Tschechien angereisten Genoss:innen des Ständigen Forums der Europäischen Linken - der Regionen (SFEL-R) folgten auch wir Mitglieder der LAG Netzwerk Europäische Linke Brandenburg (Mitglied im SFEL-R) den vielen Jungen und Alten unterschiedlichster politischer Vereinigungen, um im Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht den Willen zu bekunden, trotz allem, was im Augenblick an Verwerfungen der Gesellschaft geschieht, nicht nachzulassen, für Frieden, soziale Gerechtigkeit und Solidarität zu kämpfen.






