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Liebknecht-Luxemburg-Ehrung 2022

Gedenken und Gegenwart

Genossinnen legen die Blumengestätte an der Gedenkstätte für unsere beiden Parteien nieder

In diesem Jahr steht das Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht besonders unter dem Zeichen der gegenwärtigen sozialen Krise und zunehmender Kriegsgefahr. Es braucht auch heute ein Engagement für Abrüstung und Verständigung, wie sie es vorgelebt und einen sozialen Aufbruch, für den sie gestritten haben.
Am Vorabend plante das „Ständige Forum der Europäischen Linken - der Regionen“ (SFEL-R) einen Gedankenaustausch über die Wahlergebnisse zu den Bundestags- bzw. Abgeordnetenhauswahlen. Es ging um das Abschneiden der Kommunistischen Partei Böhmens und Mährens (KSČM) und der LINKEN. Unter Federführung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin und Prag sollte eine Bewertung vorgenommen werden. Das fiel Corona zum Opfer.

Deshalb nahmen Mitglieder der Landesarbeitsgemeinschaft Netzwerk Europäische Linke nur am stillen Gedenken teil und legten Gestecke für die KSČM und DIE LINKE nieder.

Als Provokation empfanden wir, daß sich demonstrativ CDU-Politiker und Vertreter der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur hinter dem Gedenkstein „Den Opfern des Stalinismus“ in Stellung gebracht hatten und Kränze und weiße Blumen - keine roten Nelken! - abgelegt hatten.

Daneben wollten wir keine Blumen niederlegen, obwohl viele Kommunisten und Unschuldige dem Stalin-Terror zum Opfer gefallen sind. In den vergangenen Jahren haben wir auch ihrer gedacht.


Jako každý rok v Berlíně

Haló noviny - 10.01.2022


                                                                                                                                                                                            Fotos: Frithjof Newiak