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RESET EUROPE - GO LEFT!

Motto des EL-Kongresses

Gemeinsam mit dem Europaabgeordneten Helmut Scholz nahm eine Delegation des Netzwerkes „Ständiges Forum der Europäischen Linken - der Regionen“ (SFEL-R) mit tschechischen und brandenburgischen Genoss*innen am Kongreß der Europäischen Linkspartei vom 13.-15.12.19 teil. Das SFEL-R ist eines der wenigen basisbezogenen Netzwerke, die mit einer Gastdelegation und einem Infostand zum Kongress anreisten. Sie unterstützten die Forderung aus seinem Diskussionsbeitrag von Helmut Scholz, noch mehr Strukturen der nationalen Parteien für eine enge Kooperation zu gewinnen, die auch für die Arbeit im europäischen Parlament gewinnbringend sein können. Besonders hob er die Zusammenarbeit und Solidarität mit den osteuropäischen Parteien hervor.

Die Delegierten setzten sich in einer breiten Diskussion mit den Problemen der Partei in ihrer 15 jährigen Geschichte auseinander. Eine der Hauptforderung der ca. 300 angereisten Delegierten und Gäste war die Forderung nach einer offensiven Partei, die in ihrer Ausstrahlung Weg und Ziel für eine friedliches, soziales und gerechtes Europa aufzeigt. Dem entsprach die Forderung der Delegierten, die Verfasstheit der Europäischen Union und ihre vertragliche Grundlage für einen Neubeginn auf Null zu setzen.

Um den Weg für eine wirklich starke linke Partei zu bereiten, wurde ein politisches Dokument verabschiedet, dass die Zustimmung der Delegierten fand. Mit einem 40 Seiten umfassendem Frageheft an die Parteien der EL wurde eine weitere Grundlage für eine gründliche Analyse und eine Verbesserung der Führungsarbeit durch den Vorstand erstellt.

Für das Jahr 2020 stehen der 75. Jahrestag der Befreiung und der Kampf gegen die Militarisierung der europäischen Politik im Vordergrund. Dabei stellt sich die EL und ihre nationalen Parteien gegen die NATO-Manöver, insbesondere in Osteuropa.

Zum neuen Präsidenten wurde Heinz Bierbaum (DIE LINKE.) und als Vizepräsident*innen wurden Maite Mola, Anna Mikkola, Natasa Theodorakopoulou, Margarita Mileva, Paolo Ferrero und Pierre Laurent gewählt.
Genosse Bierbaum betonte in seiner Rede, dass ein neues Kapitel in der Zusammenarbeit linker Parteien in der EL aufgeschlagen wird. Unsere Zusammenarbeit in der EL muss den Charakter einer wirklichen Partei annehmen.

Schömmel Hans-Peter
Gastdelegation des SFEL-R
DIE LINKE. Brandenburg                                                                                                  alle Fotos: Frithjof Newiak


Der 6. EL-Kongreß in Videos


Frithjof Newiak

LA DESBANDÁ

verschwiegene spanische Geschichte

Auf einem Infostand stellte sich die „Soziokulturelle Vereinigung und Wanderklub - La desbandá“ vor. Der Verein widmet sich einem öffentlich teils verschwiegenen und teils kaum bekannten Kapitel spanischer Geschichte.

Im Februar 1937 rückten francounterstützende italienische Truppen in Richtung Malaga vor. Die Stadt wurde bombardiert und von See beschossen. Die republikanischen Truppen mußten den Widerstand aufgeben. Sie und auch Zivilbevölkerung zogen sich zurück bzw. flohen. Einzig möglicher Fluchtweg war Richtung Almeria. Auf diesem Marsch befanden sich Tausende Menschen und wurden weiterhin aus der Luft und von See beschossen. Auf diesem Weg kam es zu mehreren Massakern. Bis Almeria sind es über 200 km, wo sich Internationale Brigaden befanden. Diesen Weg legten sie in einer Woche zurück.
Über diese Flucht wurde lange geschwiegen, auch weil die Beteiligten sich nicht der Verfolgung von Franco aussetzen wollten. Auch nach Franco blieb es ein „vergessenes Kapitel“ spanischer Geschichte.

Der Verein hat anläßlich des 80. Jahrestages dieses Marsches, ebenfalls diesen Weg zurückgelegt und an Orten von Massakern den Opfern gedacht.
Diese Wanderung wird seitdem jährlich organisiert.

Frithjof Newiak

Colours of a Journey

Ein Projekt des Transform-Network

In einer Kongreßpause stellte das Transform-Network das Projekt „Colours of a Journey“ vor.
Geflüchtete Minderjährige zeichneten Bilder aus Vergangenheit, Gegenwart und wie sie sich ihre Zukunft vorstellen.
Durch das Projekt wurden die kleinen Kunstwerke gesammelt, um zu versuchen, die Welt mit ihren Augen zu sehen und zu verstehen.