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Nie wieder Faschismus!

Nie wieder Krieg!

Gebinde wurden am Urnengrab in Lieberose niedergelegt

Gemeinsam mit dem Netzwerk LAG Europäische Linke nahmen 11 Cottbusser Genoss*Innen an der Kranzniederlegung an der Gedenkstätte für die Opfer des  KZ Außenlagers in Lieberose teil, die vom Vorsitzenden des Museumsvereins, Peter Kotzan, Träger der Gedenkstätte, organisiert wurde. 

Im KZ Außenlager Lieberose, Standort Jamlitz, sollten ab 1943 vorwiegend jüdische Häftlinge, eigens aus Auschwitz hergeschafft, den SS-Truppenübungsplatz „Kurmark“  errichten. Angekommen im Nichts, mussten sie zunächst Unterkünfte, dann Straßen und Stromleitungen unter härtesten Bedingungen errichten. In Spitzenzeiten waren 4300 Menschen in den Baracken eingepfercht. Es gab politische Häftlinge, Kriegsgefangene und Juden, zuletzt hauptsächlich ungarische Juden.

Mit dem Vorrücken der Roten Armee vor 75 Jahren räumte am 2. Februar 1945 die SS panikartig auch dieses Lager und trieb die Häftlinge auf den Todesmarsch, zunächst in Richtung Hauptlager KZ Sachsenhausen.  Eine Gruppe von 600 Jugendlichen und Kranken wurde per Bahn vorausgeschickt und bei Ankunft vergast. Wer von den Verbliebenen nicht gehfähig war, wurde sofort erschossen: 1342 Häftlinge starben noch im Lager, weitere auf dem 140 km langen Fußmarsch.

Die 1973 errichtete Gedenkstätte in Lieberose und das 1982 eröffnete Museum bergen Zeugnisse der Lagergeschichte und Häftlingsschicksale. Lebendige Geschichte, die über Täter und Opfer vor der eigenen Haustür Auskunft gibt, aber dringend der Unterstützung bedarf - finanziell und personell.

Ein Ehrenamt kann das nicht dauerhaft stemmen. Wir aber kommen seit vielen Jahren am 2. Februar hierher, um Blumen des Gedenkens niederzulegen und die Erinnerung weiterzugeben.

Sonja Newiak
LAG Netzwerk Europäische Linke                                                                                          Fotos: Frithjof Newiak